Die New York City Public Schools und der Los Angeles Unified School District haben den Einsatz künstlicher Intelligenz im Unterricht unter Berufung auf die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler ausgesetzt. Die Einschränkungen hindern Schülerinnen und Schüler jedoch nicht zwangsläufig daran, KI anderswo zu nutzen. Daher stehen Schulen vor der Frage, wie sie beurteilen können, ob die Tools sicher und wirksam sind, heißt es in einer Diskussion des EdSurge-Podcasts, die am 28. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.

Yvette Renteria, Chief Program Officer bei Common Sense Media, befürwortet eine vorläufige Pause, sagt aber, dass Schülerinnen und Schüler letztlich lernen müssen, KI verantwortungsvoll zu nutzen. Das Youth AI Safety Institute der Organisation hat führende Chatbots mit simulierten Teenager-Personas getestet. Renteria zufolge hat es bislang kein Tool gefunden, das für Kinder zugleich nützlich und zum Lernen geeignet ist.

Sie verweist außerdem auf eine Umfrage von Common Sense Media, der zufolge mehr als die Hälfte der Jugendlichen, deren Schulen ein KI-Tool blockiert hatten, zu dessen Nutzung auf einem persönlichen Gerät wechselten. Renteria argumentiert, dass Einschränkungen von Bildungsangeboten zur KI-Kompetenz begleitet werden sollten.

Jaime Casap, ehemaliger Chief Education Evangelist bei Google, verfolgt einen anderen Ansatz bei der Bewertung von KI im Unterricht. In einem Beitrag über New Mexicos KI-Lesetest, der auf heftigen Widerstand gestoßen ist, argumentiert er, dass unterschiedliche Tools nicht als austauschbar behandelt werden sollten: Ein Lesetool ist nicht dasselbe wie ein Chatbot. Entscheidungen sollten seiner Ansicht nach auf Belegen beruhen. Außerdem äußert er Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Verhältnissen.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie Schulen potenzielle Risiken gegen die Notwendigkeit abwägen können, Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten, KI zu verstehen und zu nutzen.

Quellen: EdSurge.